ALLA PANORAMICA

Ein Zahnunfall kann schnell passieren

André Lourenço
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Kind rutscht die Treppen runter

Ein Zahnunfall kann schnell passieren – besonders im Sommer, wenn mehr Bewegung auch das Risiko für Stürze und Zusammenstösse erhöht. Rund die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen in Europa erleidet vor dem 16. Lebensjahr einen Zahnunfall. Wer in einer solchen Situation richtig reagiert, kann einen Zahn oft retten.

Was zu tun ist

Bei einem ausgeschlagenen bleibenden Zahn* gilt:

  • Ruhe bewahren und schnell handeln.
  • Bei starker Blutung auf ein Stofftaschentuch beissen und die betroffene Stelle kühlen.
  • Den Zahn sofort in eine Zahnrettungsbox legen (erhältlich in Apotheken). Alternativ eignen sich kalte Milch oder Frischhaltefolie; so bleibt der Zahn bis zu 24 Stunden frisch.

*Milchzahnunfälle sind oft kein Notfall.

Ebenso wichtig ist, was Sie nicht tun sollten:

  • Den Zahn reinigen und die Wurzel anfassen.
  • Den Zahn trocken lagern.

Zeit ist entscheidend: Je früher die zahnärztliche Behandlung erfolgt, desto grösser sind die Erfolgschancen.

Nach einem Zahnunfall untersucht die Zahnärztin oder der Zahnarzt, wie stark Zahn, Wurzel und Nerv betroffen sind.

  • Abgebrochene Zahnteile können häufig wieder angeklebt werden.
  • Gelockerte, verschobene oder in den Kiefer hineingeschlagene Zähne werden (wenn möglich) repositioniert und mit einer Schiene stabilisiert.
  • Herausgeschlagene bleibende Zähne lassen sich oft wieder einsetzen.

In einer Zahnrettungsbox aufbewahrte Zähne haben dabei die besten Überlebenschancen. Entscheidend bleibt in jedem Fall: je früher die Behandlung, desto besser die Prognose.

Was tun, wenn der Zahnnotfall im Ausland passiert?

Der beste Schutz vor einem Zahnnotfall im Ausland ist eine regelmässige Kontrolle. Passiert trotzdem etwas, sollte vor Ort eine Erstversorgung erfolgen. Die eigentliche Behandlung wird anschliessend in Ihrer SSO-Praxis zu Hause weitergeführt.

Manche nutzen Ferienreisen für einen Zahnartztbesuch. Dabei ist Vorsicht geboten: Eine optimale Nachsorge ist oft nicht gewährleistet. Nach der Rückreise fehlt der direkte Kontakt zur behandelnden Zahnärztin / zum behandelnden Zahnarzt: Kontrolltermine, Anpassungen oder die Behandlung von Komplikationen werden dadurch deutlich erschwert.

Umfangreiche Behandlungen gehören deshalb in die Hände einer Zahnärztin oder eines Zahnarztes, dem Sie vertrauen und den Sie gut erreichen können. Im Notfall gilt: Erstversorgung vor Ort – alles Weitere in der Schweiz.

Ob Sofortmassnahmen am Unfallort, die zahnärztliche Behandlung danach oder der Umgang mit einem Zahnnotfall im Ausland: Wer vorbereitet ist, handelt im entscheidenden Moment richtig. Alle drei Themen greifen wir auch auf unseren Social-Media-Kanälen auf. Folgen Sie uns auf Instagram, um keinen Beitrag zu verpassen. 

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