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Schmelzregeneration zur Behandlung früher Karies – eine Realität mit Curodont™ Repair

Curodont Vardis

Karies ist die häufigste nichtübertragbare Krankheit (NCD), trotz erheblicher Präventionsbemühungen in den vergangenen Jahrzehnten.¹

Eine grosse Mehrheit der Patienten, die eine Zahnarztpraxis aufsuchen, weist Anzeichen früher Karies auf.²

Aktuelle Ansätze zur Behandlung früher Karies umfassen (i) eine konservative „Wait-and-Watch“-Strategie oder (ii) eine oberflächliche Remineralisation, beispielsweise mit hochkonzentrierten Fluoriden, die nur bis zu einer Tiefe von 25 µm wirken,³ oder (iii) invasive Ansätze unter Verwendung künstlicher, plastischer Materialien.

Die Technologie der selbstorganisierenden Peptide, die in Curodont Repair von vVARDIS integriert ist, ist eine biomimetische, nicht-invasive Behandlung, die nicht auf oberflächlicher Remineralisation, sondern auf der tiefgehenden Regeneration des Zahnschmelzes basiert.

Die zugrunde liegende Technologie verwendet ein Peptidgerüst als Plattform für die De-novo-Bildung von Hydroxylapatit in frühen kariösen Läsionen. Die flüssige Lösung verteilt sich über die gesamte Tiefe der Läsion³ und nutzt Kalzium- und Phosphationen aus dem Speichel für die tiefgehende Regeneration des Zahnschmelzes, ein Prozess, der als Guided Enamel Regeneration bezeichnet wird.⁴ Ihre Wirksamkeit wurde in mehreren peer-reviewten klinischen Studien nachgewiesen, mit signifikant überlegenem Kariesstillstand und Rückbildung im Vergleich zum Fluoridlack allein mit einer Erfolgsrate von über 90 %.⁵˒⁶˒⁷˒⁸

Eine retrospektive Analyse, veröffentlicht im Journal of American Dental Association (JADA), lieferte fundierte Erkenntnisse aus der Praxis zur Wirksamkeit von Curodont Repair. Die Studie wurde in einer öffentlichen kinderzahnärztlichen Praxis in Chur durchgeführt und bewertete die Wirkung einer einmaligen Anwendung von Curodont Repair auf 405 frühe kariöse Läsionen an approximalen Zahnoberflächen bei 219 Patienten im Alter von 10–19 Jahren, mit Nachbeobachtungszeiträumen von bis zu 5,5 Jahren. Ein erfolgreiches klinisches Ergebnis wurde bei 93 % der behandelten Läsionen beobachtet, durch Stillstand oder Rückbildung der Karies in niedrigere ICCMS-Klassen. Die Rückbildungsrate erwies sich ebenfalls als unabhängig von der initialen Läsionstiefe.⁸ Eine systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse von sechs randomisierten kontrollierten Studien, ebenfalls in JADA veröffentlicht, bestätigte zusätzlich die Wirksamkeit von Curodont™ Repair durch „eine große Zunahme des Kariesstillstands, eine große Reduktion von Kavitation und die Verkleinerung der Größe behandelter Läsionen“.⁹

Diese Studien ergänzen die über 25-jährige Forschung zur Peptidtechnologie von vVARDIS und bestätigen die Ergebnisse zuvor veröffentlichter klinischer Studien. 

Um mehr über Curodont™ zu erfahren, treffen Sie unser Team an der Dental Bern am Stand C550.

 

Referenzen

  1. GBD 2021 Diseases and Injuries Collaborators. Global incidence, prevalence, years lived with disability (YLDs), disability-adjusted life-years (DALYs), and healthy life expectancy (HALE) for 371 diseases and injuries in 204 countries and territories and 811 subnational locations, 1990-2021: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2021. Lancet. 2024 May 18;403(10440):2133-2161.
  2. Skeie MS, Sen A, Dahllöf G, Fagerhaug TN, Høvik H, Klock KS. Dental caries at enamel and dentine level among European adolescents - a systematic review and meta-analysis. BMC Oral Health. 2022 Dec 18;22(1):620.
  3. Schmidlin P, Zobrist K, Attin T, Wegehaupt F. In vitro re-hardening of artificial enamel caries lesions using enamel matrix proteins or self-assembling peptides. J Appl Oral Sci. 2016;24:31-6. 
    Kind L, Stevanovic S, Wuttig S, Wimberger S, Hofer J, Müller B, Pieles U. Biomimetic remineralization of carious lesions by self-assembling peptide. J Dent Res 2017;96:790-797  
    Bröseler F, Tietmann C, Bommer C, Drechsel T, Heinzel-Gutenbrunner M, Jepsen S. Randomised clinical trial investigating self-assembling peptide P11-4 in the treatment of early caries. Clin Oral Investig 2020;24:123-132
  4. Doberdoli D, Bommer C, Begzati A, Haliti F, Heinzel-Gutenbrunner M, Juric H. Randomized Clinical Trial investigating Self-Assembling Peptide P11-4 for Treatment of Early Occlusal Caries. Sci Rep 2020;10:4195
  5. Welk A, Ratzmann A, Reich M, Krey KF, Schwahn C. Effect of self-assembling peptide P11-4 on orthodontic treatment-induced carious lesions. Sci Rep 2020;10:6819
  6. Godenzi D, Bommer C, Heinzel-Gutenbrunner M, Horst Keeper J, Peters K. Remineralizing potential of the biomimetic P11-4 self-assembling peptide on noncavitated caries lesions: A retrospective cohort study evaluating semistandardized before-and-after radiographs. J Am Dent Assoc. 2023:S0002-8177(23)00416-6
  7. Keeper JH, Kibbe LJ, Thakkar-Samtani M, Heaton LJ, Desrosiers C, Vela K, Amaechi BT, Jablonski-Momeni A, Young DA, MacLean J, Weyant RJ, Zandona AF, Sohn W, Pitts N, Frantsve-Hawley J. Systematic review and meta-analysis on the effect of self-assembling peptide P11-4 on arrest, cavitation, and progression of initial caries lesions. J Am Dent Assoc. 2023;154:580-591.e11