Die Dentalassistentin ist die unentbehrliche, engste Mitarbeiterin des Zahnarztes, die in grosser eigener Verantwortung wesentliche Aufgaben bei der zahnmedizinischen Versorgung der Patienten erledigt. Hauptsächlich sind dies folgende Arbeiten:

  • Empfang des Patienten beim Eintritt in die Praxis: Begrüssung, Herrichten des Wartezimmers, das freundliche Aufrufen und Begleiten ins Sprechzimmer, Anteilnahme während der Behandlung, aufgestelltes Verabschieden.
  • Assistenz am Behandlungsstuhl: Zubereiten der Füllungs- und Abdruckmaterialien, vorbereiten der Instrumente, gemäss Anweisungen des Zahnarztes selbständige Herstellung von Röntgenbildern, korrektes Archivieren.
  • Pflege der Instrumente und Apparate: Reinigen, desinfizieren, sterilisieren; kurz: Die DA ist massgeblich zuständig für eine sinnvolle, korrekte Praxishygiene.
  • Praxisadministration: Patientenrechnungen, verbuchen der Zahlungseingänge, führen des Terminbuches, Bestellungen, aufbieten von «Recallpatienten», Telefonbedienung, Korrespondenz, überwachen des Materiallagers usw.
  • Gute allgemeine Schulbildung
  • Rasche Auffassungsgabe, zuverlässig, exakt, sauber
  • Robuste Gesundheit, keine Überempfindlichkeit gegen Chemikalien
  • Freude an naturwissenschaftlich orientierten, aber auch kaufmännischen Fächern
  • «Menschen gerne haben», ausgeglichen

Die vom Saatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) anerkannte 3-jährige Lehre schliesst mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis als «Dentalassistentin EFZ» ab. Der neue Bildungsplan für Dentalassistentinnen (PDF, 727 KB) wurde vom SBFI am 20. August 2009 genehmigt. Er ist zusammen mit der neuen Bildungsverordnung (BiVo) per 1. Januar 2010 in Kraft getreten. Die Kantone sind für den Vollzug dieser Verordnung verantwortlich.

Als mögliche Lehrstellen kommen Zahnarztpraxen oder zahnmedizinische Kliniken in Frage.

Die fachlichen Mindestanforderungen an Berufsbildnerinnen und Berufsbildner entnehmen Sie bitte dem Artikel 12 der Bildungsverordnung (BiVo).

(Für Lehrverträge mit Inkrafttreten ab 1. August 2011)

1. Lehrjahr:   550 Fr.

2. Lehrjahr:   900 Fr.

3. Lehrjahr: 1'300 Fr.

Zahlbar 13-mal pro Jahr

Die Lernenden besuchen während einem Tag pro Woche die Berufsschule. Eine Übersicht über die zur Verfügung stehenden Berufsschulen finden Sie hier: DA-Schulorte (PDF, 110 KB)

Der neue Bildungsplan und entsprechend auch das Ausbildungsprogramm für die üK sind handlungskompetenzorientiert aufgebaut. Grundlage für das Vermitteln der Inhalte ist eine typische Situation aus dem Arbeitsalltag. Ausgehend von dieser Situation werden im Unterricht schwerpunktmässig praktische Fertigkeiten und Methoden vermittelt, die für das erfolgreiche Bewältigen dieser beruflichen Situation nötig sind.

Im Ausbildungsprogramm werden die Vorgaben für die überbetrieblichen Kurse aus der Bildungsverordnung und dem Bildungsplan konkretisiert. Für jeden überbetrieblichen Kurs werden die Dauer, die Leistungsziele, die Lerninhalte sowie Empfehlungen zur methodisch-didaktische Umsetzung beschrieben. Der Zeitpunkt der überbetrieblichen Kurse ist auf die Behandlung der entsprechenden Handlungskompetenzen in den Berufsfachschulen und Betrieben abgestimmt.

Das Ausbildungsprogramm für überbetrieblichen Kurse gibt den ük-Kursveranstaltern den Rahmen für die Gestaltung der Kurse und dient allen Beteiligten als Arbeits- und Orientierungshilfe. Die ÜK dauern 10 Tage zu 8 Stunden:

  • im ersten Lehrjahr (Kurs I): 4 Tage zu 8 Stunden im 1. Semester
  • im zweiten Lehrjahr (Kurs II): 3 Tage zu 8 Stunden im 4. Semester
  • im dritten Lehrjahr (Kurs III): 3 Tage zu 8 Stunden im 5. Semester

Die Inhalte zu den einzelnen Kursen und die Vorkenntnisse aus dem Betrieb, welche die Lernende mitbringen sollte, definiert das Ausbildungsprogramm überbetriebliche Kurse.

Im Qualifikationsverfahren (Lehrabschlussprüfung) werden folgende Fächer geprüft:

a) Praktische Arbeit (vorgegebene praktische Arbeit, Dauer: 2 Stunden)

  1. Patientenbetreuung, Prophylaxemassnahmen, direkte Assistenz bei Behandlungen
  2. Hygienemassnahmen
  3. Administrative Arbeiten
  4. Röntgen / Strahlenschutz

b) Berufskenntnisse (schriftlich, Dauer: 4 1/4 Stunden)

  1. Administrative Arbeiten, Fremdsprache
  2. Naturwissenschaftliche Grundlagen
  3. Hygienemassnahmen
  4. Indirekte Assistenz / Apparate- und Instrumentenkunde
  5. Prophylaxemassnahmen, direkte Assistenz bei Behandlungen
  6. Röntgen / Strahlenschutz

c) Allgemeinbildung (mündlich oder schriftlich)

  • Vertiefungsarbeit
  • Standardprüfung (schriftlich: Sprache / Kommunikation, Gesellschaft)
  • Erfahrungsnote (aus Sprache / Kommunikation, Gesellschaft)

d) Erfahrungsnote

Die Erfahrungsnote ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe aller Semesterzeugnisnoten des beruflichen Unterrichts.

Für die Berechnung der Gesamtnote werden die einzelnen Noten wie folgt gewichtet:

a. Praktische Arbeit: 40%

b. Berufskenntnisse: 20%

c. Allgemeinbildung: 20%

d. Erfahrungsnote: 20%

Das Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung ist bestanden, wenn

  • der Qualifikationsbereich «praktische Arbeit» mit der Note 4 oder höher bewertet wird; und
  • die Gesamtnote 4 oder höher erreicht wird.

 

Die Bestimmung der Verordnung über die berufliche Grundbildung BiVo und den Teil D des Bildungsplans werden durch die Wegleitung zum Qualifikationsverfahren ergänzt.

Mit dem Erhalt des eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses als Dentalassistentin ist der Nachweis der Sachkunde für intraorale Röntgenuntersuchungen erbracht. Damit hat die DA die Berechtigung zur Bedienung zahnmedizinischer Röntgenanlagen unter der verantwortlichen Leitung einer sachverständigen Zahnärztin oder eines sachverständigen Zahnarztes. Es sind jedoch nur intraorale Aufnahmen erlaubt.

Der Antrag auf eine Gleichbewertung ausländischer DA-Diplome kann elektronisch per Formular auf der Website des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) gestellt werden.

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Weitere Informationen

Schweizerischer Verband der Dentalassistentinnen SVDA

Broschüre "Dentalassistentin EFZ, Dentalassistent EFZ", erhältlich im Shop des Schweizerischen Dienstleistungszentrums Berufsbildung SDBB, Bern

Berufsinformation "Dentalassistentin EFZ, Dentalassistent EFZ" (PDF, 15 KB) des Schweizerischen Dienstleistungszentrums Berufsbildung SDBB, Bern

Qualifikationsverfahren ab 2020

Ausführungsbestimmungen zum Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung (PDF, 327 KB)

Überbetriebliche Kurse ab 2020

Organisationsreglement üK 2020 (PDF, 177 KB)

Ausbildungsprogramm üK 2020 (PDF, 406 KB)

Aufgabenbeschreibung für üK-InstruktorInnen (PDF, 134 KB)

Kompetenznachweis üK-Kurs I (DOCX, 19 KB)

Kompetenznachweis üK-Kurs II (DOCX, 23 KB)

Kompetenznachweis üK-Kurs III (DOCX, 26 KB)

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