Die richtige Ernährung

Zur Entstehung einer Karies braucht es drei Faktoren:

  1. Bakterieller Zahnbelag (Plaque) auf der Zahnoberfläche
  2. Zucker
  3. Zeit

Karies kann entstehen, wenn in der Plaque Zucker zu Säure abgebaut wird. Die Säure greift die Zahnoberfläche an. Dieser Vorgang kann durch Prophylaxe verhindert werden. Dazu gehören eine zahngesunde Ernährung, eine sorgfältige Mundhygiene, Zahn-Fluoridierung und regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt.

Grundsätze und Regeln einer richtigen Ernährung sind bekannt. Mangelkrankheiten wie Rachitis, Kropf, Beriberi, Skorbut und Blutmangel sind praktisch verschwunden. Die gemäss Weltgesundheitsorganisation am weitesten verbreitete Krankheit, die Zahnkaries, ist keine Mangelerscheinung, sondern zurückzuführen auf eine Fehlernährung.

Hauptfeind der Zähne ist der Zucker. Der übermässige Zuckerkonsum begünstigt Übergewicht und Kreislauferkrankungen und bewirkt eine Unausgewogenheit der Ernährung. Ein Kind, das am Morgen 10 Bonbons (40 g Zucker) lutscht und am Nachmittag eine halbe Tafel Schokolade (50 g Zucker und Fett) knabbert, hat schon ein Drittel seines gesamten Energiebedarfs (gut 1'500 Kalorien pro Tag) mit wenig wertvollen Nahrungsmitteln gedeckt. Diese enthalten nämlich weder Spurenelemente noch Mineralien noch Vitamine; auch die für die Verdauung wichtigen Ballaststoffe sind nicht enthalten. Unter diesen Gesichtspunkten ist Zucker ein wertloses Nahrungsmittel. Der Bedarf an Glukose sollte deshalb durch stärkehaltige Nahrungsmittel gedeckt werden: Brot, Kartoffeln, Teigwaren, Reis, Mais.

Die Vorbeugung gegen Karies beginnt bei den Essgewohnheiten. Der Genuss zuckerhaltiger Süssigkeiten sollte auf die Hauptmahlzeiten beschränkt werden. Zahnkaries, laut Weltgesundheitsorganisation die häufigste Krankheit überhaupt, ist eine Folge falscher Essgewohnheiten. Es ist sinnvoll, den Zuckerkonsum bewusst zu kontrollieren: Eine gezuckerte Nachspeise mittags oder abends befriedigt meistens das Verlangen nach Süssigkeiten und bedeutet eine nur kurze «Kontaktzeit» von Zucker und Zahnschmelz.

Wenn schon, dann alle Süssigkeiten auf einmal, und anschliessend Zähne putzen: das lässt den Bakterien am wenigsten Zuckernahrung übrig.

Bei Karies sind die in der Plaque enthaltenen Bakterien verantwortlich für Zahnschäden: Sie produzieren organische Säuren, die den Zahn angreifen. Säuren aus Nahrung und Getränken können den Zahn aber auch direkt angreifen. Sie weichen den Zahnschmelz auf und lösen ihn von aussen auf (Erosion). Energy-Drinks und Softgetränke wie Cola oder Limonade enthalten viel Säure. Auch Nahrungsmittel wie Obst, Salatsaucen oder Fruchtsäfte (insbesondere Grapefruit-, Orangen- und Apfelsaft) sind sauer und können den Zähnen zusetzen.

Besteht eine Erosion oder eine erhöhtes Risiko dafür, sollten mit dem Zahnarzt entsprechende Massnahmen besprochen werden, damit der angegriffene Zahnschmelz beim Zähneputzen nicht weiter abgerieben wird. Zur Vorbeugung von Erosionen kann man den Mund nach dem Genuss säurehaltiger Lebensmittel mit Wasser, Milch oder einer fluoridhaltigen Lösung spülen. Für unterwegs sind zahnschonende Kaugummis empfehlenswert: Kauen regt den Speichelfluss an, Speichel verdünnt und neutralisiert die Säure.

Die Säureproduktion in der bakteriellen Plaque beginnt sofort nach Zuckerkontakt. Daher sollte man gezuckerte Snacks zwischen den Mahlzeiten vermeiden. An ihrer Stelle können wir bedenkenlos Frischgemüse, Früchte und zuckerfreies Mineralwasser geniessen. Auch Brot, Butter, Käse, Wurst, Eier oder Milch sind diesbezüglich unbedenklich.

Da die Säureproduktion in der bakteriellen Plaque sofort mit dem Zuckerkontakt beginnt, sollte man gezuckerte Snacks zwischen den Mahlzeiten vermeiden. Dazu gehören die klebrigen Nussgipfel, Schokolade, Crèmeschnitten, Konfitürenbrote, Schleckstengel, Dörrobst, Caramels, Glace, Zeltli, aber auch - und das wird nur zu oft vergessen - die mit Zucker gesüssten Getränke. An Stelle solcher Nahrungsmittel können wir Frischfrüchte, Frischgemüse - warum nicht einmal ein rohes Rüebli? - und zuckerfreies Mineralwasser zu den Zwischenmahlzeiten bedenkenlos geniessen. In zweiter Linie sind zu nennen: Brot, Butter, Käse, Wurst, Eier, Milch.

Da es uns aber bekanntlich schwerfällt, alte Gewohnheiten zu ändern, hat sich die Industrie in Zusammenarbeit mit der Forschung bemüht, Süssigkeiten herzustellen, deren Genuss den Zähnen wenig oder gar nicht schadet. Das Bundesamt für Gesundheitswesen anerkennt in diesem Zusammenhang die Bezeichnungen «zuckerfrei» und «zahnschonend». Als zuckerfrei dürfen nur Süssigkeiten bezeichnet werden, die keinen Zucker (Saccharose) enthalten. Zuckerfreie Süssigkeiten können andere Kohlenhydrate enthalten, die vom Zahnbelag rasch zu zerstörenden Säuren vergärt werden. Als zahnschonend bzw. zahnfreundlich hingegen dürfen nur Süssigkeiten bezeichnet werden, die zu keiner wesentlichen Säurebildung im Zahnbelag führen.

Industrie und Forschung haben zuckerfreie Süssigkeiten entwickelt, die den Zähnen wenig oder gar nicht schaden. Das Bundesamt für Gesundheit anerkennt in diesem Zusammenhang die Bezeichnungen «zuckerfrei» und «zahnschonend». Als zuckerfrei gelten Süssigkeiten, die keinen Zucker (Saccharose) enthalten. Als zahnschonend dürfen nur Süssigkeiten bezeichnet werden, die zu keiner wesentlichen Säurebildung im Zahnbelag führen.

...die mit dem "Zahnmännchen"!

Dieses in der Schweiz entwickelte Signet bedeutet «zahnfreundlich» und kennzeichnet all jene Süsswaren, die ausschliesslich mit sogenannten «hydrierten Zuckern» gesüsst werden. Hydrierte Zucker schmecken wie gewöhnlicher Zucker, können von den Bakterien jedoch nicht zu Säure abgebaut werden.

Die Trägerorganisation des geschützten Markenzeichens "Zahnmännchen" ist der gemeinnützige Verein Aktion Zahnfreundlich (www.zahnfreundlich.ch). Er wurde 1982 von Professoren der schweizerischen zahnmedizinischen Universitätsinstitute und von Vertretern der Süsswarenindustrie gegründet.

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Dokumente

Nr. 1121 Die richtige Ernährung (PDF, 310 KB)

Nr. 1241 Erosionen (PDF, 497 KB)

Znüni-Tipps von Gesundheitsförderung Schweiz (PDF, 273 KB)