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Coronavirus – Update vom 9. April 2020

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Die SSO fordert nachdrücklich einen «smart restart» für Zahnarztpraxen.

Der Bundesrat hat gestern Mittwoch, 8. April 2020, bekanntgegeben, dass die bis zum 19. April 2020 limitierten Massnahmen um eine Woche bis Sonntag, 26. April 2020, verlängert werden. Allerdings hat der Bundesrat Lockerungen ab dem 27. April 2020 für gewisse Sparten bzw. Berufsgruppen in Aussicht gestellt. Im Moment erarbeiten das BAG und das SECO im Auftrag des Bundesrates gemeinsam ein Konzept dazu; über eine erste Etappe der Lockerung entscheidet der Bundesrat in seiner nächsten Sitzung vom 16. April. Dabei ist wichtig zu bemerken, dass diese Lockerungen nur unter Beibehaltung der bisherigen Hygiene- und Distanzregeln gelten. Bis am Sonntag, 26. April, bedeutet dies für Zahnärztinnen und Zahnärzte Status quo, d.h. dass sie im gleichen eingeschränkten Rahmen arbeiten müssen, wie der Bundesrat ihn am 16. März 2020 in Kraft gesetzt hat.

Der SSO-Zentralvorstand setzt alles daran, den Behörden aufzuzeigen, wie Behandlungen in der Zahnarztpraxis baldmöglichst wieder aufgenommen werden können. In diesem Zusammenhang erarbeitet die SSO ein Hygienekonzept in Ergänzung zu den SSO-Qualitätsleitlinien, das es uns ermöglichen soll, einen Grossteil der zahnärztlichen Tätigkeit wieder aufzunehmen. Die SSO arbeitet dafür in engem Austausch mit der zahnmedizinischen Wissenschaft und mit der Vereinigung der Kantonszahnärzte und Kantonszahnärztinnen der Schweiz (VKZS). Bitte nehmen Sie hier ein Schreiben zur Kenntnis, welches SSO-Präsident Jean-Philippe Haesler vor zwei Tagen an Daniel Koch, Delegierter des BAG für COVID-19, gerichtet hat, in welchem er die drastische Gefährdung der zahnmedizinischen Grundversorgung bei Fortsetzung des faktischen Berufsverbotes darlegt und die Anliegen der Zahnärzteschaft für einen «smart restart» nachdrücklich einbringt.

«smart restart»: Prise de position et remarques de la sociétés suisse des médecins-dentistes SSO

Die SSO bedauert ausserordentlich, dass der Bundesrat sich an der gestrigen Medienkonferenz nach wie vor nicht dazu geäussert hat, ob und in welcher Form selbständigerwerbende Zahnärztinnen und Zahnärzte Anrecht auf einen Erwerbsausfallsersatz haben. Der SSO-Präsident hat in zwei Schreiben an den Bundesrat nachdrücklich solche Massnahmen gefordert. Bitte nehmen Sie diese Briefe hier zur Kenntnis:

COVID-19 / Garantie d’un service d’urgence en médecine dentaire / conséquences économiques sur la médecine-dentaire / compensation de la perte de gain pour les médecins-dentistes indépendants propriétaires de cabinets

COVID-19 / Massnahme Verbot von Behandlungen in Gesundheitseinrichtungen / Lücke Corona- Erwerbsausfall selbständigerwerbender Praxisinhaber

Die SSO interveniert wiederholt zusammen mit dem Schweizerischen Gewerbeverband (sgv/usam) und dem Schweizerischen Verband freier Berufe (SVFB/USPL). Die Verbände fordern vom Bundesrat, jetzt Massnahmen zu beschliessen, die speziell für KMU und liberale Berufe bestimmt sind. In der gestrigen Tagesschau nimmt SVFB-Präsident und Ständerat Pirmin Bischof  Stellung und erwähnt auch explizit die Zahnärzteschaft.

Ohne solche Massnahmen ist die Sicherstellung der zahnmedizinischen Grundversorgung in der Schweiz gefährdet.

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