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Coronavirus – Update vom 8. April 2020

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Forderung nach Normalisierung des Praxisalltags

Die Anordnung des Bundesrats vom 16. März 2020 legte fest, dass Gesundheitseinrichtungen wie Spitäler, Kliniken, Arztpraxen und Zahnarztpraxen keine nicht dringenden Eingriffe und Behandlungen mehr durchführen dürfen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Anordnung auf Zahnarztpraxen sind einschneidend bis existenzgefährdend. Viele SSO-Mitglieder sind zutiefst verunsichert – auch wegen der Ungewissheit, wie lange dieser Zustand anhalten wird. Für den SSO-Zentralvorstand ist es in diesen Tagen ein prioritäres Anliegen, den Behörden aufzuzeigen, wie Behandlungen in der Zahnarztpraxis baldmöglichst wieder aufgenommen werden können. Unsere Empfehlungen haben auch das Ziel, die zahnärztliche Versorgung in der Schweiz über die Krise hinaus sicherzustellen. Auch braucht die Zahnärzteschaft jetzt eine Perspektive, an welcher sie sich orientieren kann.

Der SSO-Präsident Jean-Philippe Haesler hat die Bundesbehörden dringend darum gebeten, unseren Berufsverband bei Formulierung einer Strategie zur Normalisierung des Praxisalltags einzubeziehen. Heute hat er zudem ein Schreiben an Dr. Daniel Koch, Delegierter des BAG für COVID-19, gerichtet, in welchem er die drastische Gefährdung der zahnmedizinischen Grundversorgung bei Fortsetzung des de facto Berufsverbotes darlegt und die Anliegen der Zahnärzteschaft für einen «smart restart» nachdrücklich einbringt.

Zusammen mit der Vereinigung der Kantonszahnärztinnen und Kantonszahnärzte der Schweiz VKZS wollen wir konkret aufzeigen, mit welchen Massnahmen Behandlungen in der Zahnarztpraxis ab dem 20. April wieder möglich sein sollen. Dazu gehört die strenge Anwendung der Praxishygiene. Bei allem hat der Schutz von Patientinnen, Patienten und des Praxisteams vor Infektionen im Rahmen der zahnärztlichen Behandlung höchste Priorität.

Gleichzeitig insistiert die SSO weiterhin beim Bundesrat wegen des immer noch ungelösten Problems einer angemessene Erwerbsausfallsentschädigung für selbständigerwerbende Zahnärztinnen und Zahnärzte (Anspruch Corona-Erwerbsausfall). Auch hier gilt: Ohne solche Massnahmen ist die zahnmedizinische Grundversorgung in der Schweiz gefährdet.

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