Unsere Mitglieder teilen ihre Erfahrungen.
 

Zahnarzt Daniel Bhend

Daniel Bhend: «Nach 13 Jahren im Ausland sehe ich, was die SSO alles macht»

«Diplomiert wurde ich 1984, ich bin jetzt dann fast 40 Jahre im Zahnarztberuf. Auf technischer Seite hat sich viel geändert in der Zeit: Was wir damals an der Universität gelernt haben, macht man heute zu 90 Prozent nicht mehr so. Auch das Umfeld hat sich stark gewandelt: Früher gab es zu wenig Zahnärzte, heute gibt es sehr viele, vor allem auch aus dem Ausland. Auf Patientenseite sieht man den Erfolg der Prophylaxe. Es braucht heute weniger Zahnärzte, viel ist DH und Kontrolle. Und das ist an sich ja wünschenswert.

Nachdem ich 1984 das Diplom gemacht hatte, arbeitete ich drei Jahre in dieser Praxis hier und dann machte ich mich auf für ein Auslandjahr in Nicaragua. Ich leistete da einen freiwilligen Einsatz. Aus einem Jahr sind dann 13 Jahre geworden. Das war eine sehr spannende und bereichernde Zeit. 2000 bin ich zurückgekommen in die Schweiz.

In der Praxis beziehen wir eine ganze Liste von Dienstleistungen von der SSO. Als erstes den Tarif, den die SSO gemacht und ausgehandelt hat. Aus meinen Erfahrungen im Entwicklungsland, wo keine Strukturen bestehen, weiss ich, wie mühsam das sonst wäre. Die Arbeitsverträge und Lohnrichtlinien der SSO nutzen wir ebenfalls und sind bei der Pensionskasse der SSO angeschlossen. Auch rechtliche Beratung hat uns geholfen und zuletzt die Praxis-Schätzung der SSO. Ich habe Jahrgang 55, die Praxisübergabe ist überfällig. Ich arbeite seit zehn Jahren mit einem Kollegen zusammen, der die Praxis übernehmen will. Als ich vor eineinhalb Jahren 65 geworden bin, wäre es zu früh gewesen, aufzuhören. Aber jetzt ist langsam gut. Es ist ein strenger Beruf.»

Weitere Mitglieder-Porträts

Mitglieder-Porträt: Marie-Gabrielle Schumacher

«Zahnärztin bin ich geworden, weil mich die Nähe und persönliche Verbindung zu den Patienten in Kombination mit handwerklichem Geschick fasziniert. Medizin hat mich schon als Kind interessiert, und früh war mir klar, dass ich auch mit den Händen arbeiten will. Da bin ich dann recht schnell auf die Zahnmedizin gekommen. Nach meinem Studium der Zahnmedizin in Basel, einem dentalen Hilfseinsatz in Kambodscha und drei Jahren Assistenz im Raum Luzern habe ich 2018 eine Praxis in Malters übernommen. Meinen Vorgänger kannte ich schon seit meiner Jugend, er war zuvor mein Hauszahnarzt.

Zahnärztin Marie-Gabrielle Schumacher

Ich kannte das schon aus meiner Kindheit: In meiner Familie sind viele Selbstständige, ich bin da also reingewachsen. Mich hat die Selbständigkeit gereizt, weil diese kompatibler ist mit meinem Privatleben. Man hat zwar eine gewisse Mehrbelastung, ist aber flexibler und kann die Strukturen auf die Familie adaptieren. Die Work-Life-Balance ist mir sehr wichtig, auch für meine Mitarbeiterinnen.

Bei der Praxisgründung war für mich hilfreich, dass ich ein tolles Umfeld hatte und Personen im zahnmedizinischen Bereich kannte, die mich jederzeit unterstützt haben. Am herausforderndsten war der Admin-Bereich und das Personelle. Bevor ich die Praxis übernommen habe, besuchte ich das SSO-Seminar zum Thema Praxisübernahme. Dies hat mir für die Übernahmeverhandlungen und den Start in die Selbständigkeit sehr geholfen. Im Praxisalltag sind die Vertragsentwürfe der SSO eine wertvolle Grundlage. Auch bei Corona waren die Positionspapiere und Newsletter wirklich hilfreich. Die Möglichkeit, sich in den SSO-Sektionen zu organisieren, schätze ich zudem sehr. Man lernt so die Zahnmediziner im Kanton kennen, kann sich austauschen und Netzwerke bilden.»

Mitglieder-Porträt: Adrian Cano

«Was mir am Zahnarztberuf gefällt, ist die Kombination aus verschiedenen Skills, gerade als Selbstständiger: Man braucht menschlichen Fähigkeiten, aber auch intellektuelles Können und kann medizinisches Wissen anwenden. Gleichzeitig macht man was Konkretes und klickt sich nicht nur am Computer durch den Tag. Wenn ich einen Zahn rekonstruiere oder modelliere, bin ich künstlerisch tätig. Ein schönes Resultat ist erfüllend und macht stolz. Und dann ist da noch das Führen des Unternehmens mit Personalmanagement, administrativen Tätigkeiten, finanziellen Aspekten sowie dem Realisieren einer eigenen Vision.

Adrian Cano

Für das Studium der Zahnmedizin entschied ich mich damals, weil die Medizin mich schon immer faszinierte und ich gern Kontakt mit Menschen habe. Anders als in der Medizin sind wir Zahnmediziner nicht so ans Spital gebunden, sind rasch praktisch tätig und können früher eine eigene Praxis gründen. Auch die Vereinbarkeit mit Familie ist eher gegeben. Vor dem Schritt in die Selbständigkeit war ich zuletzt an der Klinik für Zahnerhaltung und Kinderzahnmedizin bei Prof. Lussi an der ZMK der Universität Bern tätig. 2018 dann gründete ich meine eigene Praxis zusammen mit meiner guten Studienkollegin Andrea Zimmermann. Wir haben die Praxis von Null aufgebaut.

Bei der Gründung sind wir ziemlich ins kalte Wasser gesprungen. Wir beide hatten wenig privatwirtschaftliche Erfahrung oder Management-Wissen und im Studium wurde uns diesbezüglich wenig auf den Weg mitgegeben. Es war eine Challenge, die wir aber als starkes Team gut meistern konnten. Eine Neugründung bedeutet viel Arbeit. Es müssen unzählige Entscheide getroffen werden und es passiert der eine oder andere Fehler. Daraus lernt man – und man wächst daran. Der ganze Prozess braucht Durchhaltevermögen, denn vom Moment, in dem die Idee zu reifen beginnt, bis zum ersten behandelten Patienten können gut einige Jahre vergehen.

Die Rekrutierung des Personals für die neue Praxis haben wir über SSO Jobs abgewickelt. Für die Arbeitsverträge benutzten wir die Vorlagen der SSO. Auch von den exklusiven SSO- Partnerrabatten profitiere ich. Die SSO ist für mich aber auch ein Ort fürs Networking. Man kann Beziehungen pflegen und sich für den Berufsstand engagieren. Die Mitgliedschaft hat sich für mich deshalb stets gelohnt.»

Vertical_Image_text_teaser_SSO_Vorteile_840x560.jpg

Eine SSO-Mitgliedschaft lohnt sich

Bei der SSO dabei zu sein, ist eine gute Sache. Nicht nur, weil wir uns für die Anliegen der Zahnärzteschaft in der Schweiz stark machen. Sie profitieren auch persönlich von diversen Vorteilen.

Mehr Erfahren