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Coronavirus: Ausserordentliche Lage und ihre Auswirkungen auf den zahnärztlichen Betrieb

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Coronavirus: Ausserordentliche Lage und ihre Auswirkungen auf den zahnärztlichen Betrieb

Der Bundesrat hat die ausserordentliche Lage gemäss Art. 7 des Epidemiengesetzes erklärt und verschärfte Massnahmen ausgesprochen. Die Massnahmen sind am 16.03.2020 per Mitternacht in Kraft getreten und gelten bis 19.04.2020. Der Bundesrat hat insbesondere folgendes bestimmt: «Spitäler, Kliniken und Arztpraxen bleiben geöffnet, müssen aber auf nicht dringend angezeigte medizinische Eingriffe und Therapien verzichten.»


Auswirkungen auf den zahnärztlichen Betrieb

Zahnarztpraxen dürfen geöffnet bleiben unter bestimmten Einschränkungen.

Die Einschränkungen sind die folgenden gemäss Positionspapier VKZS vom 15.03.2020.

Behandlungen, die zahnmedizinisch nicht zwingend indiziert sind, müssen verschoben werden: Nicht zwingende Behandlungen (u.a. Recalls, kleine Füllungen) und Wahlbehandlungen (u.a. ästhetische, chirurgische Eingriffe) müssen ausgesetzt werden. Zwingend notwendige Behandlungen sind weiterhin zugelassen (Schmerzbehandlung, Unfälle, strukturschädigende und potentiell strukturschädigende Abläufe und Zustände). Ebenfalls können angefangene Arbeiten abgeschlossen werden.

DH-Behandlungen sind grundsätzlich nicht verboten, die meisten sind aber nicht zwingend notwendig. In Betracht gezogen werden muss allerdings, wie lange der Termin des Patienten hinausgeschoben werden kann und ob dies Konsequenzen für seine parodontale Gesundheit nach sich zieht. Ebenfalls von Bedeutung ist, ob der Patient Symptome oder sogar Schmerzen hat. Auf die Verwendung von Ultraschall ist möglichst zu verzichten.

Für das Verhalten in der Praxis gegenüber dem Personal und den Patienten empfiehlt die SSO die Vorgaben und Massnahmen gemäss Positionspapier VKZS vom 15.03.2020 sowie gemäss den Empfehlungen des BAG einzuhalten: https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/novel-cov/information-fuer-die-aerzteschaft.html#1395963904

Es liegt in der Verantwortung jedes Praxisinhabers, jeder Praxisinhaberin, jedes Klinikleiters, jeder Klinikleiterin und jedes Zentrumsleiters respektive jeder Zentrumsleiterin diese Einschränkungen zu befolgen und Empfehlungen zum Verhalten in der Praxis zu beachten.

Betreffend Abfederung der wirtschaftlichen Folgen für die Arbeitgeber wegen der gestern vom Bundesrat ausgesprochenen Massnahmen verweisen wir auf das Infoblatt (Arbeitsrechtliche Fragestellungen und mögliche Massnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus) im SSO-Newsletter vom 13.03.2020

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