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Coronavirus – Update vom 16. April 2020

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Zahnärztliche Behandlungen gehören zu der ersten Gruppe von Dienstleistungen, die ab 27. April 2020 wieder erlaubt sind.

Der Bundesrat hat heute Nachmittag über eine Lockerung des COVID-19-Notrechts informiert. Ab Montag, 27. April 2020, sind im Rahmen eines «Schutzkonzeptes» unter COVID-19-Pandemie wieder sämtliche zahnärztlichen Behandlungen erlaubt. Die SSO begrüsst den heutigen Entscheid des Bundesrates, der es erlaubt, die zahnmedizinische Versorgung in der Schweiz wieder sicherzustellen.

Die SSO hat sich intensiv und mit allen ihr zur Verfügung stehenden Kräften dafür eingesetzt, dass Zahnarztpraxen zum Kreis jener zählen, die ab dem 27. April 2020 ihre Tätigkeit wiederaufnehmen können. Die SSO hat den zuständigen Behörden mit «Smart Restart unter COVID-19-Pandemie» rechtzeitig ein umfassendes Schutzkonzept unterbreitet. Dieses stimmt in allen wesentlichen Punkten mit dem Positionspapier der Vereinigung der Kantonszahnärztinnen und Kantonszahnärzte der Schweiz (VKZS) überein. Das Schutzkonzept zeigt auf, wie die Wiederaufnahme der klinischen Tätigkeiten in Zahnarztpraxen verantwortungsvoll möglich ist. Mit dieser Arbeit hat die SSO ein wichtiges Ziel erreicht.

Das anzuwendende Schutzkonzept wird den SSO-Mitgliedern so rasch wie möglich zur Kenntnis gebracht. Zuvor muss es formell vom Bundesamt für Gesundheit genehmigt werden. Es gilt auch die Bestimmungen der jeweiligen kantonalen Behörden zu beachten. Jede Praxisinhaberin und jeder Praxisinhaber ist dann selbst dafür verantwortlich, in der zahnärztlichen Praxis für eine strikte Umsetzung der Vorgaben des Schutzkonzepts zu sorgen. SSO-Mitglieder müssen aber jetzt noch nichts unternehmen; das Schutzkonzept weist einen hohen Detaillierungsgrad auf. Es wurde von Praktikern erarbeitet, die viel Gewicht auf die Umsetzbarkeit gelegt haben. Die SSO rechnet damit, dass sie das Schutzkonzept in Kürze bekannt machen kann.

Noch keine befriedigende Lösung zeichnet sich bei der Frage des Erwerbsersatzes für selbständigerwerbende Zahnärztinnen und Zahnärzte ab. Um Härtefälle zu vermeiden, weitet der Bundesrat den Corona-Erwerbsersatz zwar auf Selbständigerwerbende aus, die nicht direkt von Betriebsschliessungen oder vom Veranstaltungsverbot betroffen sind. Voraussetzung ist allerdings, dass ihr AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen für das Jahr 2019 höher ist als 10’000 Franken, aber 90’000 Franken nicht übersteigt.

Gemäss Wortlaut der Verordnung sowie der Erläuterungen bedeutet dies, dass diejenigen Selbständigerwerbenden, deren AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen 2019 über CHF 90’000 Franken lag, keinen Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz haben. Dies ist inakzeptabel! Die SSO wird diese Problematik rechtlich vertiefter überprüfen und auch auf politischer Ebene angehen. Die SSO-Mitglieder werden so bald wie möglich zu diesem Punkt erneut informiert.

Gleichzeitig steht die SSO in Kontakt mit allen zuständigen Stellen, um die Frage chirurgischer Masken und weiteren Schutzmaterials im Sinne des Schutzkonzepts abzuklären und zu Lösungen beizutragen.

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