Dentalassistentin, Dentalassistent

Werbung

Der Berufsalltag

Die Dentalassistentin ist die unentbehrliche, engste Mitarbeiterin des Zahnarztes, die in grosser eigener Verantwortung wesentliche Aufgaben bei der zahnmedizinischen Versorgung der Patienten erledigt. Hauptsächlich sind dies folgende Arbeiten:

  • Empfang des Patienten beim Eintritt in die Praxis: Begrüssung, Herrichten des Wartezimmers, das freundliche Aufrufen und Begleiten ins Sprechzimmer, Anteilnahme während der Behandlung, aufgestelltes Verabschieden.
  • Assistenz am Behandlungsstuhl: Zubereiten der Füllungs- und Abdruckmaterialien, vorbereiten der Instrumente, gemäss Anweisungen des Zahnarztes selbständige Herstellung von Röntgenbildern, korrektes Archivieren.
  • Pflege der Instrumente und Apparate: Reinigen, desinfizieren, sterilisieren; kurz: Die DA ist massgeblich zuständig für eine sinnvolle, korrekte Praxishygiene.
  • Praxisadministration: Patientenrechnungen, verbuchen der Zahlungseingänge, führen des Terminbuches, Bestellungen, aufbieten von «Recallpatienten», Telefonbedienung, Korrespondenz, überwachen des Materiallagers usw.

Anforderungen

  • Gute allgemeine Schulbildung
  • Rasche Auffassungsgabe, zuverlässig, exakt, sauber
  • Robuste Gesundheit, keine Überempfindlichkeit gegen Chemikalien
  • Freude an naturwissenschaftlich orientierten, aber auch kaufmännischen Fächern
  • «Menschen gerne haben», ausgeglichen


Lehrdauer / Berufsbezeichnung / gesetzliche Grundlagen

Die vom Staatssekretariat für Bundesamt für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) anerkannte 3-jährige Lehre schliesst mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis als «Dentalassistentin EFZ» ab. Der neue Bildungsplan für Dentalassistentinnen (pdf-Datei, 594 KB) wurde vom BBT am 20. August 2009 genehmigt. Er ist zusammen mit der neuen Bildungsverordnung (BiVo) auf 1. Januar 2010 in Kraft getreten. Die Kantone sind für den Vollzug dieser Verordnung verantwortlich.

Nachträglicher Erwerb des eidgenössischen DA-Fähigkeitszeugnisses (EFZ)

Zahnarztgehilfinnen oder Zahnmedizinische Assistentinnen mit zweijähriger Grundausbildung können ohne Probleme auf ihrem erlernten Beruf arbeiten. Möchten sie aber eine weiterführende Ausbildung machen, wird in der Regel das Eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ) verlangt. Dieses kann nachgeholt werden. Es stehen zwei Wege offen:
• Die verkürzte Ausbildung mit Lehrvertrag
• Direkte Zulassung zum Qualifikationsverfahren nach Artikel 32 BBV (Berufsbildungsverordnung)
Nachträglicher Erwerb des eidgenössischen DA-Fähigkeitszeugnisses (pdf-Datei, 96 KB)


Feedbackumfrage 2013

Gestützt auf Art. 23, Absatz 4 der Bildungsverordnung erhalten alle mitbeteiligten Instanzen die Gelegenheit, Verbesserungsvorschläge zu Bildungsplan und Bildungsverordnung bis zum 15. August 2013 einzubringen.

Feedbackbogen zum Ausbildungsbetrieb (Lehrbetrieb) (pdf-Datei, 349 KB)

Feedbackbogen zur Berufsschule BFS (pdf-Datei, 378 KB)

Feedbackbogen zu den Überbetrieblichen Kursen ÜK (pdf-Datei, 377 KB)


Lehrstellen

Als mögliche Lehrstellen kommen Zahnarztpraxen oder zahnmedizinische Kliniken in Frage.


Ausbildungsberechtigte

Die fachlichen Mindestanforderungen an Berufsbildnerinnen und Berufsbildner entnehmen Sie bitte dem Artikel 12 der Bildungsverordnung (BiVo).


Löhne der angehenden Dentalassistentinnen und Dentalassistenten
(Für Lehrverträge mit Inkrafttreten ab 1. August 2011)

1. Lehrjahr Fr.   550.–
2. Lehrjahr Fr.   900.–
3. Lehrjahr Fr.  1'300.–

Zahlbar 13-mal pro Jahr


Berufsschulen

Die Lernenden besuchen während einem Tag pro Woche die Berufsschule. Eine Übersicht über die zur Verfügung stehenden Berufsschulen finden Sie hier:

DA-Schulorte (pdf-Datei, 79 KB)


Überbetriebliche Kurse (ÜK)

Zur Erlangung grundlegender Fertigkeiten des DA-Berufes ist der Besuch von überbetrieblichen Kursen (ÜK) für alle Lernenden obligatorisch. Träger der ÜK sind die SSO-Sektionen. Die ÜK dauern 7 Tage zu 8 Stunden:

  • im ersten Lehrjahr (Kurs I):

3 Tage zu 8 Stunden

  • im zweiten Lehrjahr (Kurs II):

3 Tage zu 8 Stunden

  • im dritten Lehrjahr (Kurs III):

1 Tag zu 8 Stunden

Die ÜK umfassen folgendes Programm – Einzelheiten siehe im separaten Reglement (pdf-Datei, 546 KB) und im Aufgabenbeschrieb (pdf-Datei, 608 KB):

Kurs I mit den Hauptthemen:

  • Einführung in den Beruf
  • Reagieren in Notfallsituationen in "Patientenbetreuung"
  • Hygienemassnahmen
  • Indirekte Assistenz / Apparate- und Instrumentenpflege

Kurs II mit den Hauptthemen:

  • Direkte Assistenz bei Behandlungen
  • Prophylaxemassnahmen
  • Reagieren in Notfallsituationen in "Patientenbetreuung"

Kurs III mit dem Hauptthema:

  • Röntgentechnik und Strahlenschutz in "Röntgen"


Prüfungsfächer

Im Qualifikationsverfahren (Lehrabschlussprüfung) werden folgende Fächer geprüft:

a) Praktische Arbeit (vorgegebene praktische Arbeit, Dauer: 2 Stunden)

  1. Patientenbetreuung, Prophylaxemassnahmen, direkte Assistenz bei Behandlungen
  2. Hygienemassnahmen
  3. Administrative Arbeiten
  4. Röntgen / Strahlenschutz

b) Berufskenntnisse (schriftlich, Dauer: 4 1/4 Stunden)

  1. Administrative Arbeiten, Fremdsprache
  2. Naturwissenschaftliche Grundlagen
  3. Hygienemassnahmen
  4. Indirekte Assistenz / Apparate- und Instrumentenkunde
  5. Prophylaxemassnahmen, direkte Assistenz bei Behandlungen
  6. Röntgen / Strahlenschutz

c) Allgemeinbldung (mündlich oder schriftlich)

  • Vertiefungsarbeit
  • Standardprüfung (schriftlich: Sprache / Kommunikation, Gesellschaft)
  • Erfahrungsnote (aus Sprache / Kommunikation, Gesellschaft)

d) Erfahrungsnote

Die Erfahrungsnote ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe aller Semesterzeugnisnoten des beruflichen Unterrichts.

Für die Berechnung der Gesamtnote werden die einzelnen Noten wie folgt gewichtet:

a. Praktische Arbeit: 40%

b. Berufskenntnisse: 20%

c. Allgemeinbildung: 20%

d. Erfahrungsnote: 20%

Das Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung ist bestanden, wenn

a. der Qualifikationsbereich «praktische Arbeit» mit der Note 4 oder höher bewertet wird; und

b. die Gesamtnote 4 oder höher erreicht wird.

Die Bestimmung der Verordnung über die berufliche Grundbildung BiVo und den Teil D des Bildungsplans werden durch die Wegleitung zum Qualifikationsverfahren (pdf-Datei, 476 KB) ergänzt.

Röntgen

Mit dem Erhalt des eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses als Dentalassistentin ist der Nachweis der Sachkunde für intraorale Röntgenuntersuchungen erbracht. Damit hat die DA die Berechtigung zur Bedienung zahnmedizinischer Röntgenanlagen unter der verantwortlichen Leitung einer sachverständigen Zahnärztin oder eines sachverständigen Zahnarztes. Es sind jedoch nur intraorale Aufnahmen erlaubt.


Die weiteren beruflichen Möglichkeiten:


Anerkennung ausländischer Diplome

Der Antrag auf eine Gleichbewertung ausländischer DA-Diplome kann elektronisch per Formular auf der Website des Staatssekretariates für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) gestellt werden.

Vorgesuch "Anerkennung ausländischer Diplome" (Word-Datei, 118 KB)

Anerkennungsverfahren (PDF-Datei, 89 KB)


Weitere Informationen:

Schweizerischer Verband der Dentalassistentinnen SVDA (Homepage)

Kontaktadressen Weiterbildung DA in der deutschen und französischen Schweiz (pdf-Datei, 79 KB)

Informationen zur DA-Lerndokumentation (Nachschlagewerk und Ausbildungsdokumentation)

Informationen zum Skript "Orale Chirurgie" für DA-Berufsschulleiterinnen und -leiter

Informationen zum Skript "Parodontologie" für DA-Berufsschulleiterinnen und -leiter

Informationen zum Skript "Röntgen" für DA-Berufsschulleiterinnen und -leiter

TS Prospekt DA reduziert Broschüre "Dentalassistentin EFZ, Dentalassistent EFZ", erhältlich im Shop des Schweizerischen Dienstleistungszentrums Berufsbildung SDBB, Bern


Berufsinformation "Dentalassistentin EFZ, Dentalassistent EFZ" des Schweizerischen Dienstleistungszentrums Berufsbildung SDBB, Bern (pdf-Datei, 32 KB)